
Wir hören aus den Restaurants am Strand leise Hintergrundmusik und das Klappern von Geschirr und Gläsern. Es ist Essenszeit, die Lokale füllen sich allmählich. Nachdem wir sicher sein können, dass unsere Thalatta gut vor Grundeisen liegt und wir natürlich unser Anleger- Bier getrunken haben, machen wir unser Dingi für den Landfall klar. Timmy unser Bordhund reklamiert seine Fahrt an Land schon eindringlich.

Portinatx ist eine Bucht an der nordwestlichen Seite von Ibiza und ist lediglich im Mittel 400 m tief und knapp 300 m breit. Am sehr schönen Strand befinden sich einige Restaurants und kleinere Hostal's. Ein Ferienclub, der unmittelbar dahinter liegt, macht tagsüber und bis Mitternacht den üblichen Animationslärm. Über eine Treppe, an der breitesten Stelle der Bucht, gelangt man in den kleinen Ort. Hier muss man jedoch nicht hinlaufen. Zwei oder drei Restaurants, Souvenir-Shops und kleine, überteuerte Supermärkte. Das die meisten Gäste von der Britischen Insel kommen, ist nicht zu übersehen.

Nach einem kurzen Spaziergang ergattern wir einen gerade frei gewordenen Tisch in einem Restaurant in der Mitte der Bucht. Eine Sangria von Weißwein wollen wir trinken. Es erstaunt uns, dass nur in diesem Lokal die Plätze so rar sind. Sollte die Küche so gut sein? Aber die wenigsten hatten zum Essen Platz genommen. Egal, unsere Sangria kam und war eine Sünde wert. Was dort hineingegeben wurde wollen wir erst gar nicht wissen. Süffig ist sie und hinterlässt Schluck für Schluck ihre Wirkung. Ein junges Paar, welches sich aus Platznotgründen zu uns an den Tisch gesetzt hat, klärte uns auf: Dieses ist ein brasilianisches Restaurant mit den entsprechenden Zutaten, auch bei den Getränken und im übrigen findet hier gleich eine Show statt, deswegen auch so viele Gäste da sind.

Wir erleben dann eine tolle Tanzshow von fast einer Stunde, wobei meist die männlichen Gäste, ich eingeschlossen, sich an den knapp bekleideten Brasilianerinnen nicht satt sehen konnten. Den nächsten Tag verbringen wir mit einem ausgedehntem Landfall und Müßiggang. Zum Sundowner sind wir auf die Segelyacht Lazy Life eingeladen.

Die Lazy Life ist eine Sunbeam aus der Schöchl-Werft, genau wie unsere Thalatta, nur etwas größer. Die Eigner Achim u. Hartwig segeln ihre 44 Fuß Sunbeam auch meist alleine. Der Heimathafen der Lazy Life ist Palma, aber wir kennen uns aus dem Club Nautico Arenal, wo die beiden Ihr Vorgängerschiff liegen hatten.
Es ist für mich interessant, auf einem Schiff zu sein, was bis auf die Größe ja in vielen Bereichen genau wie unsere Thalatta gebaut wurde. Man sieht immer wieder die eine oder andere gute Idee.
Noch vor der Dunkelheit sind wir wieder auf unserem Schiff zum Abendessen.
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