Sommertörn 2010
Reisebericht in 6 Teilen.
Text und Fotos Walter Vollstaedt-www.thalatta.info
Tei 1- Fußball WM in Arenal/Mallorca
Es war der Sommer 2010 und die Welt schaute nach Südafrika. Sie schaute zur Fußball Weltmeisterschaft und natürlich zu Löw, Lahm und Co, zu unserer Manschaft. Wir wollten, mit unser SY Thalatta , um Mallorca segeln.
Fußball WM und um die Insel segeln? Geht das? und ob das geht!
Mehr als die Hälfte des Monats Juni war vergangen und die WM In Südafrika nahm langsam Fahrt auf. Jogi‘s Mannen besiegten Australien mit 4:0 und sorgten für entsprechendes Staunen in der Fußballwelt. Jung und in spielerischer Hinsicht fast perfekt, bot die deutsche Mannschaft Fußball zum hingucken. Das zweite Spiel unserer Mannschaft war nicht so erfolgreich. Wir unterlagen Serbien mit 0:1. Jovanovic war es, der in der 38. Minute, kurz nachdem Klose den gelben Karton vom spanischen Schiedsrichter und Kartenliebhaber gesehen hatte, deutsche Fußballfans in ihren Erwartungen zurückrudern ließ. Nun musste am Mittwoch den 23.06. ein Sieg gegen Ghana her und das wollten wir natürlich, wenn auch nur am Fernsehgerät, miterleben. Ein erhoffter Sieg lässt sich schöner mit möglichst mit vielen Gleichgesinnten feiern.
Unser Sommerurlaub auf unserem Schiff, der SY Thalatta, begann und wir waren in unserem Heimathafen, dem Club Nautico in Arenal/Mallorca, eingetroffen. Was bot sich mehr an, als an der Playa de Palma unseren Fußballhelden zuzujubeln? Natürlich nichts. Wo unsere Augen auch hinschauten, erblickten sie Fahnen, Hüte, Masken, T-Shirts, Kappen, Badehosen und Bikinis in den deutschen Farben. Unglaublich was es alles an Fanartikeln gibt. Mit Freunden landeten wir im „Deutschen Eck", dem Party-Hotspot auf der so genanten Bierstrasse. Hier bestand kaum die Gefahr nicht unter Gleichgesinnten zu sein.
Wie überall herrschte auch hier eine tolle Stimmung. Das Spiel gegen die Mannschaft aus Ghana wurde zwar knapp aber verdient mit 1:0 gewonnen, zeigte jedoch viele Schwächen in der Abwehr. Özil und Neuer waren die Helden des Tages. Das Tor zum Achtelfinale stand offen. England ist nun der nächste Gegner. Ein sicherlich absolutes Highlight stand uns nun bevor.
Unser Törnplan sah vor, Mallorca gegen den Uhrzeiger zu umrunden. Die Ausrüstung an Bord war jedoch noch nicht komplett für eine sofortige Abreise, was uns dazu veranlasste, den Start zur Umrundung der größten Baleareninsel, auf den Tag nach dem Englandspiel zu verschieben.
Der Sonntag kam, die deutsche Mannschaft war fit und es konnte, wieder losgehen, mit dem Anfeuern von Jogi‘s Löwen im Deutschen Eck. Von Anfang an war Dampf im Spiel. Beide Seiten hatten in den ersten Minuten mehr Möglichkeiten zum Erfolg als andere Mannschaften während des gesamten Turniers. Nach einem Abschlag von Neuer bis in die gegnerische Hälfte bekam Klose das Leder und versenkte es zum 1:0 ins Tor der Engländer. Deutschland drehte seine Spielweise weiter mit tollen Pässen und Kombinationen auf. Die Engländer standen unter Druck und fanden keine geeigneten Mittel der Gegenwehr.
In der 32.Minute ging erneut ein Torschrei durch Deutschland und natürlich über die Playa de Palma. Podolski erhöhte auf 2:0, vorbereitet durch den genialen Müller. Etwas spät aber scheinbar noch rechtzeitig wurden die Engländer wach und wurden immer offensiver, was in der 36. Minute zum 2:1 führte. Die Sensation dann in der 39.Minute. Ein Hammerschuss von Lampard gegen die Latte und zurück auf das Spielfeld, jedoch klar hinter der Torlinie. Tor für England, jedoch der Linienrichter hatte es anders gesehen. Das Tor wurde nicht gegeben. Es schoss jedem sofort in den Kopf: Rache für Wembley-66? In der zweiten Hälfte hatten die Engländer mehr vom Spiel. Sie begangen offensiver als die Deutschen. Bis zur 65. Minute waren die Engländer die Mannschaft mit den meisten Spielanteilen als Müller nach einem schnellen Angriff dass 3:1 setzte. Die Engländer mussten nun Ihre Räume öffnen. Das nutzte Özil in der 70. Minute mit einem schnellen Konter und Müller den Ball zum 4:1 Endstand zuschob. Ein historischer Sieg einer Deutschen Mannschaft gegen England.
Wir erlebten nun die Playa de Palma völlig außer Rand und Band. Alles war in Schwarz-Rot-Gold getaucht. Die Strassen waren teilweise gesperrt, um die nun beginnende Siegesfeier nicht zu gefährden. Mit einem Auto-Korso war sicherlich nicht zu rechnen da die meisten Urlauber keinen fahrbaren Untersatz haben. Es gab aber einen Menschen Korso an der Playa. Tausende zogen, meist in deutschen Farben gehüllt, über die Strassen. Gesänge übertönten die Musik der Kneipen. Am Megapark standen kaum abzuschätzende Menschenmengen auf der Strasse und tanzten sangen und skandierten Fußballstadion Weisheiten. Das wichtigste war jedoch, dass alle friedlich den Sieg ihrer Mannschaft gefeiert haben
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