Pityusen im Herbst 2010
Fast mit dem letzten Büchsenlicht erreichen wir Santa Eulalia/Ibiza
Peter, Udo und Friedhelm sind mittlerweile längst wieder am Niederrhein angekommen. Nach einigen Tagen allein an Bord kommt Feli und wir starten unsere Reise in die Pityusen. Nördliche Winde ermöglichen es uns, die bis Ibiza geforderten 230°, in etwa einzuhalten. Noch bei Tageslicht machen wir in Santa Eulalia fest.
Neben uns, als neuer Nachbar auf Zeit, welch ein Zufall, die SY Malu, eine Sunbeam 37. Vor etwa zwei Wochen habe ich die Eigner, die in Denia am Festland ihren Liegeplatz haben, auf dem Männer-Törn in Santa Ponsa, kennen gelernt. Später, mit dem letzten Büchsenlicht, laufen noch Segelfreunde aus unserem Club Nautico, Annegret und Heiner, mit ihrer Yacht Xaloc, ein. Santa Eulalia ist ein Hafen in dem wir gerne sind. Er ist sicher bei allen Winden, bietet viel Abwechslung und der nette kleine Ort, mit allen seinen Versorgungsmöglichkeiten, ist nur ein paar Schritte entfernt. Wir kommen mit unseren Nachbarn, aus Denia, ins Gespräch. Vor einigen Jahren hatten wir Segler aus Denia kennen gelernt. Ellen, Wolfgang und Hündchen Biene mit ihrer SY Brisa, einer Hallberg Rassy. Wir hatten uns mehrfach, meist aus Zufall, in der Lagune von Espalmador getroffen. Ich erinnere mich noch gut an einen feuchtfröhlichen Nachmittag an Bord der Brisa, der bis spät in die Nacht dauerte. Da unsere Nachbarn auf Zeit auch aus Denia stammen, wollen wir wissen, ob sie die Brisa kennen. Das ist leider nicht der Fall. Aber es ist alles ja auch schon lange her. Die Wetteraussichten sind nicht gut und es gibt keinen Grund weiter in Richtung Formentera zu segeln. Wir bleiben. Es gibt immer etwas zu tun auf einem Schiff. Wir haben Zeit und lernen Santa Eulalia besser kennen. Mittags essen wir meist im Hafen, bei „Hühner Karl", für viele in Santa Eulalia ein Geheimtipp.
Live-Musik genießen wir gemeinsam mit Annegret und Heiner, von der SY Xaloc und gefrühstückt wird oben im Ort, in einem zentral gelegenem Straßencafé. So kann man gut die Zeit verleben. Am zweiten oder dritten Tag unseres Aufenthaltes, ich sitze in der Plicht, läuft am frühen Nachmittag eine Yacht ein. An sich nichts ungewöhnliches, aber mir kommt die Stimme des Skippers irgendwie bekannt vor. Vom Vorschiff aus sehe ich dann, wer nur drei Liegeplätze von uns entfernt seine Leinen festmacht. Die SY Brisa, mit Ellen und Wolfgang, aus Denia nebst Hündchen. Seit Jahren nicht mehr gesehen, gestern noch über die beiden gesprochen, stehen wir uns nun auf dem Steg gegenüber. Eine herzliche Begrüßung und jede Menge Gesprächsstoff beschäftigen uns dann. Biene, der Bordhund der Brisa, lebt, genau wie unser Bordhund Timmy, nicht mehr. Tessi ist der neue Vierbeiner auf der Hallberg Rassy. Sie ist witzig, aufmerksam und scheinbar äußerst clever. Alleine will sie nicht an Bord bleiben und sucht den Weg über drei Schiffe zu uns auf die Thalatta wo Frauchen und Herrchen auf einen Drink sitzen. Wir verbringen eine schöne Zeit mit der Crew der Brisa. Es ist schön, Freunde und Bekannte, nach langer Zeit, ohne sich zu verabreden, wieder zu sehen.
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