Hier geht's zur Geburtstagsseite von Timmy


Timmy, Bordhund der Thalatta

von Felicitas Vollstädt
Ein Hund gehörte schon immer zu uns. Den ersten Hund, Penny, einen Cockerspaniel, bekam ich von Walter, meinem Mann, kurz nach unserer Hochzeit. Penny stand mit mir auf dem Surfbord, was damals der örtlichen Presse ein Foto im Regionalteil unserer Zeitung wert war. Eine Surferin, eine Frau also und dann noch mit Hund.
Dann kam Aldo, ein Englisch Springer Spaniel, in unser Leben. Aldo beobachtete aber lieber unsere Surfaktivitäten vom Ufer aus. Er begleitete uns lieber auf unseren Fahrradtouren. Und als wir unser erstes Segelboot, eine 8,80 m Stahljacht mit Liegeplatz in Lemmer/Niederlande kauften, war er, so glaube ich nur am Hafenleben interessiert. Dieses relativ kleine Schiff bot ihm nicht genügend Platz und ich werde nie den anklagenden Blick vergessen, als er bei einer stürmischen Überfahrt zur Insel Vlieland in der Plicht lag, von einigen Gegenständen begraben. Wir wechselten später unser Schiff, eine Bavaria 320 mit 10 Meter Länge über alles und einer gemütlichen Kajüte, bot ihm zwar mehr Platz, aber da war er schon etwas zu alt für das Bordleben. Trotzdem begleitete er uns aber immer gerne zum Ijsselmeer und wir segelten ihm zuliebe nur kurze Strecken. Als er dann für immer von Bord ging, waren wir uns einig, wir wollten schnell wieder einen Hund.

Timmy, wieder ein Englisch Springer kam in unser Haus. Der Züchter hatte zwar seine Eltern nach ihren jagdlichten Eigenschaften ausgesucht, dabei aber an Yacht nicht gedacht. Unser Timmy kam in einem Dezember das erste Mal an Bord. Und verließ das Schiff nach genau 10 Minuten über die Süllkante unfreiwillig. Mit dem Bootshaken fischte der Skipper ihn Hand über Hand aus dem eiskalten Wasser und in Frottee gewickelt erholte er sich dann auf meinem Arm. Der Frühling kam und wie alle Schiffseigner bereiteten wir unsere Thalatta auf die kommende Saison vor. Timmy half dabei kräftig mit. Wir kämpften um unsere Leinen und Tampen mit ihm und mussten den einen oder anderen Gegenstand suchen. Bei dem Versuch mir vom Schiff auf den Steg zu folgen, verpasste er in elegantem Bogen den Steg. Also, musste der Bootshaken und das Frotteetuch wieder her. Aber er lernte. Dann kam sein erster Ausflug aufs Wasser. Es war sehr windig an diesem Tag und nach dem die Segel gesetzt waren, legte sich das Schiff auf die Seite. „Timmy, Sitz und rühr dich nicht vom Platz", lautete bis dahin der Befehl für ihn. In einem unbeobachteten Moment stand er auf und schaute auf den Boden der Plicht. Ich dachte nur „Jetzt kotzt er". Aber weit gefehlt. Er schnappte nach der Fockschot und wollte zum spielen auf das Vorschiff. Uns fiel ein Stein vom Herzen, unser Bordhund ist seetauglich!
Schnell hatte er begriffen, bei Schräglage seine Krallen einzuziehen, da er auf seinen Ballen den besseren Halt hat. Bei ruppiger See rollt er sich in der Plicht zusammen. Bei ruhiger See macht er seine Rundgänge auf dem Vorschiff, schläft oder sucht von mir versteckte Hundekuchen. Delphine kündigt er schon an, bevor man sie sieht. Vermutlich hört er sie.
Das Schönste aber, ist für ihn Schwimmen mit Frauchen, was schon ein Sprung (nur wenn erlaubt) von der Badeplattform wert ist. An Bord kommt er wieder, indem er zur Badeleiter schwimmt, die Vorderpfoten auf die erste erreichbare Stufe stellt und dann wartet, dass ich ihn Hochdrücke. Dabei klettert er weiter bis zur Badeplattform, Stufe für Stufe. Dieses Verfahren hat er selbst entwickelt. Er kennt fast alle Häfen in den Balearen und an der spanischen Mittelmeerküste. Wer weiß, wie viele Hundedamen noch heute in irgendwelchen Häfen nach dem alten Salzpuckel schmachten. Im letzten Jahr haben wir unsere neue Thalatta, eine Sunbeam 39, gekauft. Natürlich sind wir zur Übernahme des Schiffes zu Dritt nach Österreich zur Schöchl-Werft gefahren. Unser Bordhund hat sich sofort auf dem Schiff bewegt wie auf unserer Bavaria, der alten Thalatta. Selbstverständlich haben wir zu seiner Sicherheit wieder ein Relingnetz anbringen lassen. Mittlerweile segelt er schon über 10 Jahre mit uns. Zuerst ein Jahr in Holland und dann auf den Balearen und dem spanischen Festland. Mehrere Monate im Jahr ist er der Bordhund der Thalatta.
Wir haben viel Freude und Spaß mit ihm an Bord und glauben, dass auch er die Zeit mit uns genießt.
__________________________________
In der oberen Leiste befindet sich der Bereich BACKSKISTE. Unter Geschichten sind auch solche eingestellt, in denen Timmy eine Rolle spielt.
__________________________________
Ein kurzer Videofilm : Timmys Seemannstaufe
__________________________________
Ein kurzer Videofilm: Schwimmen in der Sa Calobra
Das ist nicht unser Bordhund Timmy, sondern zwei seiner Brüder


Durch einen Artikel in einer Broschüre sind wir auf diesen prächtigen Burschen aufmerksam geworden, als beide schon zehn Jahre alt waren. Boogie lebt in Süddeutschland, in der Kätchenstadt Heilbronn, inmitten einer Meute von English-Springer-Spaniel. Die Familie Pfeiffer, als Besitzer dieser tollen Tiere, hat auch eine sehr schöne Homepage ins Netz gestellt. Wer mehr über den English-Springer-Spaniel erfahren möchte, ist dort richtig. Nur auf das Bild klicken.


Auch von Bojar haben wir viel zu spät erfahren. Das Internet machte es möglich, dass wir nun doch noch vom Verbleib eines weiteren Bruder Timmy's gehört haben. Zu unserem großen Bedauern mussten wir jedoch hören, dass Bojar im Alter von 12 Jahren über den Regenbogen gegangen ist. Aber für Nachwuchs hat er gesorgt. In Strausberg, bei Berlin hatte er sein Zuhause, bei der Familie Irgang. Genau wie Timmy war Bojar eine Wasserratte. Auf der Insel Römö/Dänemark durfte er, mit seiner Familie, jedes Jahr in die Ferien und somit konnte er im Wasser der Nordsee tollen.








































































