Segeltörn 2005 der Thalatta zu den Pituysen

Der Kalender zeigte Anfang September, ich war mit Timmy, unserem Bordhund, auf unserer Segelyacht Thalatta zurückgekehrt. Feli hatte uns schon erwartet. Ihre Segelfreundinnen waren abgereist. Ein aufregender Törn nach Cabrera mit viel Wind, Regen, dem Tief „Rudi" sowie einem wesentlich längeren Aufenthalt in dem, unter Naturschutz stehenden, Archipel lagen nun im Kielwasser der Thalatta und der sie gesegelten Damencrew. Diese Reise hatte sicherlich bei den Seglerinnen einen bleibenden Eindruck hinterlassen über den Feli zu einem späteren Zeitpunkt einiges erzählen kann.

Unser diesjähriger Herbsttörn stand bevor. Das Archipel der Pityusen, mit ihren Hauptinseln Ibiza, Formentera und Espalmador sollte unser Ziel werden. Von unserem Heimathafen EL Arenal auf Mallorca aus, lag die Peilung in Richtung Ibiza bei 240 Grad und etwa 60 Seemeilen. Um unsere Tagesetappe, Santa Eulalia an der Ostküste von Ibiza, noch während der hellen Tageszeit zu erreichen, war es schon zu spät. Wir hatten am Morgen zu lange getrödelt und der Dieseltank unserer Thalatta musste auch noch gefüllt werden.

So ließen wir erst gegen 10.00 Uhr den Hafen und die Playa de Palma hinter uns. Die Wettervorhersage sprach von Nord-Ost 3-4 und kaum zu erwartenden Wellen. Die Thalatta fuhr 7 Knoten unter Maschine. Der Autopilot steuerte exakt den vorgegebenen Kurs. Unsere Blicke gingen über das Wasser und suchten die ersten Anzeichen des versprochenen Windes, der uns in die Pityusen bringen sollte. Leider war unser Warten vergebens und wir verbrachten den Tag unter dem Sonnenschutz. Die Sicht war außergewöhnlich klar, sodass wir lange noch die Berge Mallorcas und überraschend früh die Umrisse von Ibiza sehen konnten. Tagomago, die vorgelagerte Insel, erkannten wir zuerst.

Das Wetter war, bis auf den fehlenden Wind, wunderschön und die Nacht sollte sehr ruhig werden also die beste Vorraussetzung zu ankern, in einem Hafen können wir immer festmachen. Feli schlug als Ankergrund die Cala de San Vincente an der Nordostküste Ibizas vor. Für alle notwendigen Informationen, die wir für diesen Teilbereich benötigten, hatten wir entsprechende Karten und Literatur an Bord. Unser Bordcomputer steuert ebenfalls in solchen Situationen seinen Informationsteil hinzu. Wir änderten den Kurs.
Mit dem letzten Büchsenlicht fiel unser Anker bei einer Tiefe von etwa 7 Meter, leider nur auf Seegras. Guter Sandrund für unseren Anker war um diese Uhrzeit nicht mehr zu erkennen. Ein scheinbar thermischer Wind, um die 10 Knoten, stand in der Bucht. Ich wunderte mich, dass die beiden, ebenfalls vor Anker liegenden, Yachten nicht wie wir mit dem Wind drehten. Später sah ich, dass sie sich, verbotenerweise, jeweils mit dem Heck an einer gelben Badezonentonne festgemacht hatten.














