Arenal - Cala Llombart

Zwei Tage später ging dann unsere Reise los. Von unserem Heimathafen El Arenal aus starteten wir in Richtung der Ostküste Mallorcas. Die Cala Caragol (39°16,50'N-003°02,00E ) in der Nähe vom Cabo Salinas, sollte unsere erste Ankerbucht sein. Aus etwa einer Meile Entfernung war in der gesamten Bucht kein Schiff auszumachen. Erst als wir näher kamen, erkannten wir den Grund. Der Wind stand für diese Bucht leider so ungünstig, dass an einem einigermaßen ruhigen Ankern nicht zu denken war. Wir drehten nur zwei Runden und entschieden uns in einer kurzen „ Skipper-besprechung" für die Weiterreise an die Südostküste. Vorbei am Cabo Salinas segelten wir um die Südspitze Mallorcas in Richtung Ostküste.

Die Cala Llombart, in der Nähe des kleinen hübschen Fischer-Ortes Cala Figuera, bot uns am späten Nachmittag gute Ankermöglich-keiten.Einige Probleme mit, dem für uns neuen, Grundgeschirr taten sich auf. Ich hatte vergessen, die Kette alle zehn Meter zu kennzeichnen.

Es ist mir lieber ich kann erkennen wie viel Kette im Wasser ist, an-statt es nur zu schätzen. Also Markierungen an-bringen sollte einer unserer nächsten Arbeiten im Hafen sein. Die Thalatta fährt einen Bügel-anker, von dem ich nur Gutes, zumindest auf Sandgrund, gehört habe. Unsere alte Thalatta, eine Bavaria 32, hatte einen Pflugscharanker. Dieser lag, bei fast allen Ankermanövern, auf der Seite und grub sich nicht ein. Meistens hielt der Anker nur weil viel Kette gesteckt war. Es war oft zum Verzweifeln. Wie gut unser neuer Bügelanker einzurücken ist, sollte ja bei diesem ersten größeren Törn mit unserem neuen Schiff herausgefunden werden. Aus Sicherheitsgründen fuhr ich nun in der Cala Llombart das notwendige Manöver mit größerem Abstand zu den vorhandenen Ankerliegern, um genügend Raum zum schwojen zu bekommen. Einen Platz für unsere THALATTA, näher zum Strand hin, um weniger Schwell zu haben, wäre natürlich mit einer auszu-bringenden Achterleine möglich gewesen. Es sei vorweggenommen, dass dieser Bügelanker sich auf unserem Törn in Sand und auf Gras hervorragend bewährt hatte. Selbst da, wo nur wenig Kette möglich war, hatte unser Schiff einen erstklassigen Halt. Wir sind von der Qualität des Bügelankers vollkommen überzeugt worden.

Am Abend stand dann doch, wiedererwarten, kaum Schwell in der Bucht. Wir erwarteten eine ruhige problemlose Nacht. Die Wetter-vorhersage und unser Barograph waren der gleichen Meinung. Uns erwartete an diesem Abend noch die Premiere unseres neuer Reling-Grill. Er wird mit Gas betrieben und ist eine tolle Sache wenn man vor Anker liegt. Das Schöne an einem neuen Schiff ist unter anderem auch, dass man dauernd irgend einen neuen Bordgebrauchsgegenstand zum Einsatz bringen darf. Dieses kann natürlich auch anstrengend werden. Am nächsten Morgen, nach einer wie gesagt ruhigen Nacht, fuhren wir früh zum Strand und suchten eine Ecke für unseren Bordhund. Er darf natürlich auch mal müssen. Filmarbeiten mit enormem Aufwand fanden an diesem Morgen am Strand der Cala Llombart statt. Den, von uns erhofften Cafe con Leche, bekamen wir an der Strandbude nicht. Sie war zwar nicht geschlossen, aber die Filmleute hatten wohl dieses Strandcafe komplett ihrem so genannten Set einverleibt. Es gab allerdings genug zu bestaunen, so dass uns kaum langweilig werden konnte

>>> weiter: >>>

zurück

 

Bilder zum Segeltörn RUND MENORCA

Sonnenuntergang in der Cala Caragol
Sundowner an Bord
unter Segel
Patrollie laufen
Cabo Salinas
Wolken und Segel
Begegnungen unterwegs
Cala Llombart
Cala Llombart
Schwimmen am Morgen
Der Bordhund wird eingebootet
ich will an Land !
SY Thalatta in der Cala Llombart