Cala Llombart - Porto-Cristo

Es verging nicht viel Zeit und die Segel unserer THALATTA standen im Wind und unsere Fahrt ging weiter nordwärts, der Hafen von Porto Cristo sollte unser nächstes Ziel sein. Auf unserer Backbordseite passierten wir nach kurzer Zeit die Hafeneinfahrt von Cala Figuera und steuerten dann stark unter Land, etwa 30°. Wir genossen die Landschaft und das langsame vorbeiziehen der Buchten und kleinen Hafen-Orte wie Porto Petro und Cala D'Or.

Kurz vor dem Leuchtfeuer von Porto Colom frischte der Wind auf 5 Beaufort aus Nord-West auf, Tendenz steigend. Also genau auf unsere Nase. Was tun, war nun die Frage? Porto Cristo lag für uns nun ungünstig. Nach Porto Colom wollten wir nicht und zurück erst recht nicht. Die Skipper-besprechung" musste die Lösung bringen. An Porto Cristo, als Ziel festhalten, waren wir uns schnell einig. Lediglich wie wir dort hin kommen, stand zur Debatte.

Mit Motorkraft oder einige Stunden unter Segeln aufkreuzen? Der Skipper wollte Motoren, „warum haben wir denn so einen starken Motor?", war das Argument. Die Skipperin wollte aufkreuzen, „Wir sind schließlich Segler!!!", rüttelte Sie am Gewissen des Skippers. Aber „mache nie die Rechnung ohne den Dritten Mann an Bord!" sagt eine alte Weisheit. Ein anderer als Feli oder ich entschied über den Ausgang dieser Beratung. Timmy, unser Bordhund setzte sich so in Szene wie es nun mal ein Spring-Spaniel kann. Als ob er unsere Diskussion mitbekommen hatte, zeigte er uns mit seinem Blick, das er keine Lust hatte, ein paar Stunden hoch am Wind in Lage, mit einigen notwendigen Wenden dem Ziel entgegen zu schieben. Er gewann die Abstimmung. Mit 6 Knoten ging die THALATTA bei 2300 Umdrehungen der Maschine nun durch die Welle. Der Windmesser zeigte uns zwischen 20 und 28 Knoten wahren Wind. Unser Autopilot übernahm die Arbeit und wir saßen geschützt unter dem Spritzverdeck. Timmy schaute uns an als würde er denken: na geht doch.

Es waren wohl 1 ½ Stunden vergangen als das Warnsignal des Autopiloten uns aus unserem leichten Nachmittagsdösen hochschrecken ließ. Das Schiff lief vollkommen aus dem Kurs. Innerhalb von Sekunden hatten wir keinen Nordkurs mehr, sondern fuhren mit fast 8 Knoten gen Süden. So schnell wie dieses passierte, war ich aber auch hinter dem Steuer, nahm den AP heraus und brachte unser Schiff erst einmal wieder auf den richtigen Kurs. Auf meinen Versuch, das Steuern des Schiffes dem Autopiloten zu übergeben, reagierte dieser zwar mit der Übernahme des neuen Steuerkurses, aber dem Ruder unter unserem Schiff war dieses scheinbar egal. Keine Reaktion des Steuersystems in Verbindung mit dem Autopiloten.

Was war geschehen?

Da ich die THALATTA von Hand steuern konnte, entschied ich mich, die Ursachenforschung im Hafen durchzuführen und nicht auf der nun mittlerweile etwas ruppigen See. Angekommen im Hafen von Porto Cristo fuhren wir langsam am Ge-meindesteg auf und ab, aber leider war kein Platz für uns frei. Es gab auch keine noch so kleine Möglichkeit uns noch irgendwo hineinzudrücken. Wie immer lagen an den Transitplätzen zweifelsfrei Dauer-Lieger oder die wenigen Liegeplätze wurden als Basis für Charterjachten missbraucht. Im Club Nautico, wo wir eigentlich wegen der großen Entfernung zur Ortsmitte nicht festmachen wollten, bekamen wir am ersten Schwimmsteg einen Liegeplatz. Das Anlegemanöver gestaltete sich mit unseren 12,30 m langen Schiff, auf diesem doch sehr engen Raum, nicht ohne Probleme. Den ersten Versuch habe ich vermasselt und vorsorglich abgebrochen. Erst beim zweiten Mal ging alles gut. Natürlich bin ich sofort auf ich Suche nach der Ursache des Ausfalles unseres Autopiloten gegangen. Es hat auch nicht lange gedauert bis ich fündig wurde.

Die Schraube, mit der das Schiebe-gestänge des AP auf dem Quadranten geflanscht ist, war gebrochen. Unfassbar, dass so etwas passieren kann. Der Anruf bei dem Vertragshändler von Sunbeam der Firma Armada Yachting brachte auch nur Verständnislosigkeit über das Geschehene. Friedhelm Burchardt versuchte aber ein Ersatzteil zu beschaffen. Da dieses Teil, nach Aussage des Herstellers Raymarine, nie ausfällt, gab es diesen Bolzen auf Mallorca auch nicht als Ersatzteil. Es war Freitagmittag als ich dann den Inhaber der Sunbeam-Werft Manfred Schöchl in Kroatien telefonisch erreichte. Er sorgte nun dafür, das solch ein Bolzen schnellstens von der Werft in Österreich, per Luftfracht, nach Mallorca auf die Reise gebracht wurde. Diese schnelle Reaktion zeichnet eine gute Werft eben aus.

An der Playa de Palma machten Bekannte von uns, Monika und Heinz, Ferien. Feli und Monika lernten sich im letzten Jahr in einemSpanischkurs in Sevilla kennen. Die beiden kamen uns in Porto Cristo besuchen. Wir hatten einige sehr lustige Stunden an Bord. Die Sektkorken knallten schon früh am Tag. Es gab viel zu erzählen und das machte uns natürlich irgendwann hungrig. Monika kannte und empfahl das Lokal oberhalb des Strandes von Porto Cristo. Gelandet sind wir dann jedoch in einem Restaurant unterhalb der neuen Brücke, am Ortseingang. Um es kurz zu sagen, das Essen und das Ambiente waren nicht besonders gut. Wir hätten auf Monika hören sollen. Einige Tage später haben wir dann eine köstliche Paella, in dem von Monika bevorzugtem Lokal, oberhalb des Stadtstrandes, gegessen und das bei einer wunderschönen Sicht auf den Hafen und das Meer.

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Der neue Bordgrill
Landfall
der Bordhund bettelt
Cala Llombart
Warten auf den Napf
Cala Llombart
Schwimmen am Morgen
Der Bordhund wird eingebootet
ich will an Land !
SY Thalatta in der Cala Llombart
Monika & Heinz an Bord
Puerto Cristo
Skipperin beim Anlegerbier
Schnorcheln in türkisfarben Wasser
Badestunde mit Bordhund